| Das Schulprogramm
der Realschule Gummersbach-Hepel
Allgemeines zur Schule
Die Städtische Realschule Gummersbach wurde 1961 gegründet,
1965 wurde das jetzige Schulgebäude am Hepel fertig gestellt
und bezogen. Aus den anfangs zwei Parallelklassen entstand
im Laufe der Jahre eine dreizügige Schule, die in zwei
Jahrgängen derzeit noch vier parallele Klassen hat.
Mit der Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume
und erheblichen Umbaumaßnahmen in den Jahren 1996/97
wurden erste Schritte zu einer Modernisierung des Gebäudes
getan. Eine Erweiterung des Gebäudes um einen technischen
Gebäudeteil machte einen Technikraum mit modernen Großmaschinen
möglich. In den folgenden Jahren wurde das Mobiliar auf
den neuesten Stand gebracht.
Erheblicher Einsatz von Lehrern, Schülern und die tatkräftige
Unterstützung des Fördervereins ermöglichten
die Ausstattung und Einrichtung zweier moderner Informatikräume
und eine komplette Vernetzung des gesamten Gebäudes.
Zur Zeit (Dezember 2005) wird unsere Schule von 579 Schülern
besucht, die in 20 Klassen von 34 Kolleginnen und Kollegen
unterrichtet werden.
Pädagogisches Grundkonzept
„Non scholae - sed vitae discimus“ war schon
eine wesentliche Grundorientierung in der römischen Pädagogik.
Für uns, die Realschule Gummersbach-Hepel, gilt diese
Aussage heute erst recht: Schule ist nicht Selbstzweck, sondern
muss „fit“ machen für das Leben, vorbereiten
auf die Bereitschaft zum „lebenslangen Lernen“,
Methoden für selbstständiges Lernen vermitteln und
im Sinne einer christlich-abendländischen Ethik und einer
Sensibilisierung für demokratische Entscheidungsprozesse
erziehen.
Dabei bezieht unsere Schule Berufswelt, Arbeits- und Technikbezüge
sowie gesellschaftspolitisches Geschehen in die Stoffvermittlung
und Erziehung mit ein. Nur so sind Innovationsfähigkeit,
Flexibilität und soziale Mobilität erreichbar.
Die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen wird
auch davon abhängen, wie der erziehende Fachunterricht
Kenntnisse vermittelt, aus denen sich fundierte Kritikfähigkeit
entwickeln kann. Um diese zu erreichen, sind Tugenden wie
Ausdauer, Ordnungssinn, Disziplin, Fleiß und Pünktlichkeit
wesentliche Voraussetzungen. Ausbildungsbetriebe von heute
erwarten von Jugendlichen Teamfähigkeit, Kreativität,
Bereitschaft zur Weiterbildung neben Grundkenntnissen in Informatik
und eine gute Allgemeinbildung. Der Fächerkanon in der
Realschule ist vorgegeben, die Leistungserwartung in Rahmenrichtlinien
festgelegt.
Der Erprobungsstufe (Klasse 5/6) gilt besonderes Augenmerk,
um durch rechtzeitige Schullaufbahnberatung (möglichst
im Dialog mit Kolleginnen und Kollegen der Grundschule) angemessene
Schullaufbahnabschlüsse zu sichern. Ein Methodentraining
im Sinne des „Lernen lernen“ soll in dieser Klassenstufe
den individuellen Lernerfolg sichern und steigern. Ab der
Klassenstufe 7 werden durch die Neigungsdifferenzierung individuelle
Schwerpunkte gesetzt. Betriebspraktikum, Berufsinformationsveranstaltungen
und individuelle Beratung geben den Jugendlichen Hilfen für
die eigene Berufsorientierung.
Beratung
Beratung wird zunehmend ein wichtiger und unverzichtbarer
Bestandteil an Schulen.
1) Einzelfallberatung
An unserer Schule hat das Beratungslehrerteam ein Konzept
entwickelt, bei dem sich verschiedene Aspekte und Aufgabenbereiche
miteinander verbinden:
• Im Mittelpunkt steht die Einzelberatung bei besonderen
Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten oder Konflikten
in der Klasse. Diese Gespräche, die die Beratungslehrer
mit Schülern, Eltern oder Lehrern führen, sind freiwillig
und vertraulich.
• Ist in diesen Beratungsgesprächen ein Vertrauensverhältnis
entstanden, so kann in manchen Situationen die Hilfestellung
gegeben werden, sich auch therapeutische Hilfe in einer psychologischen
Beratungsstelle zu holen.
• Durch den Kontakt, den die Beratungslehrer unserer
Schule zu der psychologischen Beratungsstelle und anderen
außerschulischen Einrichtungen haben, kann diagnostische
und therapeutische Hilfe vermittelt werden.
• Durch Informationsabende und die Vorstellung bei Klassenpflegschaftsabenden
möchten die Beratungslehrer den Kontakt mit den Eltern
aufbauen und ihnen somit auch die Möglichkeit geben,
sich bei Problemen oder bei der Vermittlung von Hilfsangeboten
an sie wenden zu können.
2) Schullaufbahn- und Berufswahlberatung
Schülerinnen und Schüler der Klassen 9/10 stehen
vor zunehmenden Problemen bei der Entscheidung für einen
Ausbildungsberuf oder eine weiterführende Schule.
Die Palette der Ausbildungsberufe verändert sich ständig,
die Anzahl der Plätze an weiterführenden Schulen
ist durch zunehmenden Andrang begrenzt.
Wir als Schule sind also mehr denn je in der Pflicht, Schülerinnen
und Schüler Beratungsmöglichkeiten anzubieten, um
sie bei Ihrer Berufswahlentscheidung zu unterstützen.
Dabei nutzen wir neben der Beratung durch die Berufswahlkoordinatorin
und Klassenlehrer/Klassenlehrerinnen zunehmend Angebote außerschulischer
Partner. Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern
an:
- Einzelberatung durch Vertreter der Bundesagentur für
Arbeit
- Teilnahme an Kompetenzchecks
- Informationsveranstaltung mit Vertretern der weiterführenden
Schulen im Umkreis Gummersbachs
- Teilnahme an Informationstagen der weiterführenden
Schulen
- Ein umfassendes Konzept zur Berufswahlorientierung
gibt weitere Hilfestellungen.
Schulordnung
Schul- und Bildungsgesetze des Landes Nordrhein-Westfalen
schreiben verbindlich die Aufgaben und Gestaltung des Schullebens
vor. Zentrale Aufgaben von Schule sind Erziehung und unterrichtliche
Vermittlung. Diese allgemeinen Erziehungsziele und die damit
verbundene Wertevermittlung sind in Artikel 7 der Landesverfassung
niedergelegt. Erziehung wird als politisch-gesellschaftliche
Aufgabe verstanden, die parallel zum fächergebundenen
oder fachlichen Lernen stattfinden muss, um Bereitschaft zur
Mitverantwortung in unserer Gesellschaft zu sichern.
Jede Gemeinschaft braucht eine Ordnung, damit das Zusammenleben
harmonisch verläuft. In gemeinsamer Arbeit haben Eltern,
Schüler und Lehrer der Realschule Hepel eine klare Hausordnung
für ihre Schule festgeschrieben. Diese Hausordnung soll
mit einigen grundsätzlichen Regelungen die Voraussetzungen
für einen störungsfreien und für alle zufriedenstellenden
Schulalltag schaffen.
Zusätzlich wurden in einem intensiven Austausch und
durch Umfragen in der Gesamteltern- und Schülerschaft
in einem langen Entwicklungsprozess gegenseitige Erwartungen
von Schülern, Eltern und Lehrern abgeklärt. Die
Ergebnisse haben in klaren gegenseitigen Verhaltensvereinbarungen
ihren Niederschlag gefunden.
Schulorganisation
Die Erprobungsstufe
Die Erprobungsstufe soll die Schülerinnen und Schüler
in die im Vergleich zur Grundschule andersartigen Lehr- und
Lernbedingungen der Realschule einführen. Etwa alle drei
Monate finden Erprobungsstufenkonferenzen statt, in denen
die in der jeweiligen Klasse unterrichtenden Lehrerinnen und
Lehrer über die Arbeit in der Klasse und über jeden
einzelnen Schüler beraten. Falls notwendig werden umgehend
Beratungsgespräche mit den Erziehungsberechtigten geführt.
Hospitationsbesuche der Grundschulkinder an unserer Schule
sollen dazu beitragen, Ängste beim Wechsel in die neue
Schulform abzubauen. Kennenlern-Nachmittage schon vor Beginn
des neuen Schuljahres dienen dazu, dass Schülerinnen
und Schüler der neuen Klassen 5 direkte Kontakte knüpfen
und ihnen die neue Schule schneller vertraut wird. Hilfreich
ist dabei auch ein für unsere neuen Schüler/innen
entwickelter Schulführer, der kleine Tipps für den
Schulalltag gibt. Ein Patenprogramm von Schülern der
Klassen 10 für die Neuankömmlinge sichert eine intensive
Betreuung der Klassen 5 und den Kontakt der „Kleinen“
zu den „Großen“. Dies fördert gleichzeitig
die Verantwortung der Abschlussklassen.
Um fachliche Übergangsprobleme einzelner Schüler
zu mildern, bieten wir in den Klassen 5 und 6 Förderunterricht
in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik an. In
den Klassenstufen 5/6 haben unsere Schüler/innen mindestens
ein Schulhalbjahr zweistündigen Schwimmunterricht und
können an freiwilligen Arbeitsgemeinschaften im Bereich
Musik teilnehmen.
Differenzierung
Die Differenzierung in den Klassen 7 bis 10 eröffnet
unseren Schülerinnen und Schülern Lernangebote,
die in besonderer Weise ihren unterschiedlichen Lernbedürfnissen
und Befähigungen entsprechen. Sie entscheiden sich hier
für eine bestimmte Fächerkombination, die ihren
individuellen Stärken oder späteren Berufsvorstellungen
entspricht.
Wir bieten derzeit folgende Differenzierungsschwerpunkte als
Klassenarbeitsfach an:
- Neigungsschwerpunkt Fremdsprachen (Französisch)
- Neigungsschwerpunkt Sozialwissenschaften (Sozialwissenschaften/Informatik)
- Neigungsschwerpunkt Naturwissenschaften (Biologie)
- Neigungsschwerpunkt Technik (Technik/Informatik)
Durch die Wahl eines Schwerpunktbereiches bestimmen die Schülerinnen
und Schüler ihr Abschlussprofil, wobei alle Profile das
gleiche Anspruchsniveau haben und die gleichen Berechtigungen
erteilen. Schülerinnen und Schülern, die nach dem
qualifizierten Realschulabschluss das Abitur anstreben, wird
das Fach Französisch als abgeschlossene 2. Fremdsprache
anerkannt.
Medienbildung
Leben und Lernen setzt in unserer Zeit eine sinnvolle Einbeziehung
der so genannten "neuen Medien" in den Schulalltag
nahezu zwangsläufig voraus. Immer weitere Bereiche des
öffentlichen Lebens bedürfen des Computers, werden
z.B. online erledigt - immer mehr Gefahren lauern in den an
sich positiven Errungenschaften der modernen Technik. Um diesen
Entwicklungen Rechnung zu tragen, wird die Medienbildung an
der Realschule Gummersbach-Hepel durch systematische Einbeziehung
von Multimedia und Internet in den Unterricht weiter verstärkt.
Schülern und Schülerinnen einen bewussten, offenen
und trotzdem vorsichtigen Umgang mit den neuen Technologien
zu eröffnen und sie zum sinnvollen Umgang mit diesen
Medien zu befähigen, ist ein wesentliches Ziel des Unterrichts.
Die Einbeziehung der neuen Technologien in Teilbereiche des
Unterrichts nahezu aller Fächer ermöglicht die Einübung
und Nutzung neuer Lern-, Kommunikations- und Kooperationstechniken.
Die Realschule Gummersbach-Hepel kann auf umfangreiche Erfahrungen
im Umgang mit dem Computer als Medium verweisen. Die technischen
Voraussetzungen für die Umsetzung eines Medienkonzeptes
sind entsprechend eines langjährigen Entwicklungsplans
geschaffen worden.
- Durch konsequente langjährige Eigeninitiative und
die Unterstützung des Schulträgers und unseres
Fördervereins sind wir als Schule mit zwei vernetzten
Informatikräumen mit je 16 Schülerarbeitsplätzen
ausgestattet, die dem derzeitigen modernen Stand der Technik
entsprechen.
- Alle Räume des Schulgebäudes sind vernetzt
und bieten somit die Voraussetzung für die Integration
der neuen Medien in jeden Unterricht.
- Seit vielen Jahren gehört qualifizierter Informatikunterricht
zum festen Bestandteil des Wahlpflichtunterrichts ab Klasse
8.
- Die Mehrzahl der Lehrkräfte hat inzwischen an unterschiedlichsten
externen und internen PC-Fortbildungen teilgenommen; der
Computer wird als Hilfsmittel im Unterricht aller Fächer
eingesetzt.
Die mit dem schulischen Einsatz neuer Medien zunächst
verbundene Zielvorstellung der Entwicklung von „Medienkompetenz“
ist inzwischen durch den wesentlich weiter zu fassenden Begriff
„Medienbildung“ abgelöst worden. Die Arbeit
und der Umgang mit neuen Medien, vor allem mit dem gesamten
Feld der Computertechnologie ist nicht mehr dem Fach Informatik
vorbehalten, sondern ist fester Bestandteil der Curricula
aller Fächer. Die neuen Techniken stehen nicht mehr als
Lerngegenstand für sich im Vordergrund, sondern als Lernmittel.
Computer und Internet werden immer mehr Werkzeuge zur Information,
Kommunikation und Präsentation.
Insgesamt geht es uns bei der Medienbildung um
- kompetenten Umgang mit den „neuen Medien“
- die Reflexion über (neue) Medien.
Konkret werden mit der Fortschreibung unseres Medienkonzeptes
folgende Ziele angestrebt:
- Optimierung der individuellen Informationsbeschaffung
- Etablierung des Lerninhalts: „Internet, neue Technologien“
- Förderung und Vermittlung von Medienkompetenz
- Technische und instrumentelle Grundkenntnisse und Fähigkeiten
- Verantwortungsbewusster und kritischer Umgang mit dem
Internet
- Interaktives Lernen und individuelles Lerntempo
- Förderung von Eigeninitiative und selbst initiierten
Lernprozessen
- Schreiben, Gestalten, Publizieren mit Hilfe von PC und
Internet
Die Realschule Gummersbach-Hepel will ihre Schülerinnen
und Schüler darauf vorbereiten, sich in der modernen
Medienwelt zurechtzufinden. Damit besteht die Aufgabe, aus
der zur Verfügung stehenden Datenfülle Informationen
herauszufiltern (inhaltliche Selektions- und Beurteilungskompetenz),
hieraus zu lernen, das Gelernte weiterzuverarbeiten, sowie
die neuen Medien insgesamt technisch zu beherrschen und motivierend
einzusetzen. Richtlinien und Lehrpläne aller Fächer
fordern die Kompetenz zur umfassenden und kritischen Nutzung
der neuen Medien. Der Umgang mit Computern ist nach Fortschreibung
unseres Medienkonzeptes fester Bestandteil unterschiedlichster
Fächer.
Die dazu notwendigen Lerninhalte und die zu erreichenden Qualifikationen
sind durch Fortschreibung des Medienkonzeptes im Jahr 2005
konkretisiert worden. Der zur Umsetzung des Konzeptes notwendige
Bedarf an Fortbildung für Kolleginnen und Kollegen wurde
ermittelt und in den schulischen Fortbildungsplan eingearbeitet.
(siehe: Verbindliche Inhalte der Medienbildung unserer Schule)
Methodentraining - „Lernen lernen“
In unserer Gesellschaft werden Leistungen gefordert, die
fächerübergreifende Einsichten erfordern. Die Wirklichkeit
ist nicht fachlich organisiert. Insofern ist ein Überschreiten
der Fächergrenzen unverzichtbar. Vieles von dem, was
die heutigen Schüler als Erwachsene benötigen werden,
können sie nicht schon jetzt als verfügbares Wissen
erwerben, sondern sie müssen über die Fähigkeit
und Bereitschaft zur lebenslangen Bildung und Weiterbildung
verfügen.
Untersuchungen haben gezeigt, dass die Methodenkompetenz eine
sehr wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen
ist. Diese Kompetenz ist bei Schülern aber über
weite Strecken sehr unbefriedigend. Folge davon sind Lern-
und Leistungsprobleme.
Daraus ergibt sich für uns zwingend die Notwendigkeit
des Lernzieles der formalen Lernkompetenz im Sinne der Beherrschung
von Lernstrategien und Lerntechniken. Wir haben uns aus diesem
Grunde zum Ziel gesetzt, auf der Grundlage eines methodischen
Trainings die Schüler mehr zum eigenverantwortlichen
Lernen zu bewegen.
Unser Methodentraining, seit einigen Jahren in der Probe,
ist im Schuljahr 04/05 einer kritischen Prüfung unterzogen
worden.
Daraus erwachsen ist ein umfassendes Konzept mit den Grundlagen
für ein gezieltes „Lernen lernen“ in Absprache
mit allen Fachbereichen unserer Schule.
(siehe Informationen zum Methodenlernen)
Textilgestaltung - Kunst
Im Fach Textilgestaltung werden Hilfen zur Entfaltung der
individuellen Fähigkeiten, der sinnlichen Wahrnehmung
und der ästhetischen Empfindungen gegeben. Hier soll
bewusst, kompetent und kreativ mit den speziellen Materialien
umgegangen werden. Spezifische Arbeitsformen fördern
die sozialen Beziehungen und die Interaktion innerhalb der
Schülergruppe. Neben den die Arbeitswelt betreffenden
Kenntnissen, wie z. B. feinmotorischen Fertigkeiten, vermittelt
der Textilunterricht Fähigkeiten, die für verantwortliche
Tätigkeiten notwendig sind: Teamfähigkeit, Kreativität
und Flexibilität.
Das Fach Kunst bildet zusammen mit Musik und textilem Gestalten
einen Arbeitsschwerpunkt im Lernbereich der musischen Fächer.
Hier gilt es, nicht nur die sinnliche Wahrnehmung junger Menschen
zu vervollkommnen, sondern auch die eigene künstlerische
Produktion und die Kreativität ihres Denkens und Handelns
zu entwickeln. Neben den gestaltenden Bereichen im Fach Technik
haben unsere Schüler besonders in diesen Fächern
die Möglichkeit, das eigene Ausdrucksbedürfnis mittels
bildnerisch-gestalterischer Techniken zufrieden zu stellen.
In den vergangenen Jahren haben die Fachbereiche Kunst und
Textilgestaltung sehr wesentlich zur Gestaltung des Schulgebäudes
beigetragen. Viele Schülerarbeiten schmücken Treppenhäuser
und Flure. Aktuell wurden im Schuljahr 2004/2005 die
Säulen unserer Pausenhalle von Schülern der Klasse
9 künstlerisch sehr kreativ nach eigenen Entwürfen
neu gestaltet. Bei der Teilnahme an regionalen Kunstwettbewerben
waren unsere Schüler in den letzten Jahren sehr erfolgreich.
Fördern und Fordern
Schwerpunkte für die weitere Arbeit an unserem
Schulprogramm ist ein Förderkonzept, das zum einen Leistungsschwächen
und –stärken unserer Schüler stützen
soll, auf der anderen Seite aber auch die Zielsetzung der
„sozialen Kompetenz“ berücksichtigt.
Schule und Umfeld
Partner
Eine Schule kann nicht losgelöst vom regionalen Umfeld
handeln. Daher existieren vielfältige Vernetzungen mit
örtlichen Einrichtungen, Institutionen und Vereinen.
Schwerpunkte dieser Vernetzung sind die Zusammenarbeit mit:
- Eltern (z.B. informelle „Stammtische“)
- Sportvereinen und Sportstudios
- Tanzschulen
- Verbänden von Industrie und Handwerk
- ortsnahen Firmen
- Bundesagentur für Arbeit
- Behörden (z.B. Gesundheitsamt)
- Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Wiehl
Berufswahlorientierung
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 stehen
vor dem Problem, sich für eine weiterführende Schule
oder einen Ausbildungsberuf entscheiden zu müssen. Die
Berufswahlorientierung nimmt daher von der Klassenstufe 8
bis zur Klasse 10 einen breiten Raum ein. In intensiver Zusammenarbeit
mit dem Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit, dem
Arbeitgeberverband, den ortsansässigen Firmen und den
für unsere Schüler in Frage kommenden weiterführenden
Schulen geben wir ihnen Hilfestellungen für die richtige
Berufswahl bzw. Schulentscheidung. Intensive Behandlung des
Themenfeldes Berufwahlorientierung im Unterricht verschiedener
Fächer wird ergänzt durch:
- Besuche des Berufswahlinformationszentrums in Bergisch-Gladbach
- Unterrichtsbesuche durch Vertreter der Bundesagentur
für Arbeit,
- Einzelsprechstunden des Berufberaters in der Schule,
- Bewerbungstraining mit Ausbildern Gummersbacher Firmen,
- Workshops zur Berufsfindung mit dem Arbeitgeberverband,
- Erkundungen regionaler Betriebe,
- Besuch von Berufinformationsmessen,
- eine Informationsveranstaltung mit Vertretern der weiterführenden
Schulen
Von besonderer Bedeutung ist auch unser dreiwöchiges
Betriebspraktikum in der Jahrgangsstufe 9, das ein fester
Bestandteil unseres Berufswahlorientierungs-angebotes ist.
Die Schüler machen in diesem Praktikum erste Erfahrungen
mit der Arbeitswelt und gewinnen Einblicke, die ihnen eine
fundierte Berufswahlentscheidung ermöglichen können.
Durch die langjährige Zusammenarbeit mit vielen oberbergischen
Firmen und deren hilfreicher Unterstützung ist es uns
möglich, unseren Schülerinnen und Schülern
eine vielfältige Auswahl an Praktikumsplätzen zur
Verfügung zu stellen. Die sprachlichen Aspekte dieses
Bereiches, z. B. die Anfertigung von Lebenslauf und Bewerbungsschreiben,
werden im Fach Deutsch intensiv aufgearbeitet und differenziert.
Aktivitäten
Busbegleiter setzen sich ein
Seit dem Schuljahr 2004/2005 werden für den täglichen
Schulweg Busbegleiter der Realschule eingesetzt. Inzwi¬schen
versehen 15 Jungen und Mädchen regelmäßig
ihren Dienst an der Halte¬stelle „Am Hepel“
und begleiten die Fahrschüler im Bus bis zum Bahnhof.
Die Busbegleiter tragen einen eigens dafür erstellten
Ausweis. So ist es möglich, dass Mitschü¬ler,
die sich gefährdet fühlen, die Busbegleiter ansprechen.
Zudem wissen die Busfahrer sofort Bescheid, dass Busbegleiter
im Bus sind.
Insgesamt besitzen ca. 300 Schülerinnen und Schüler
einen Fahrausweis. Wenn nach Schulschluss ein großer
Teil dieser Schüler in die Busse einsteigen will, kommt
es dabei leider immer mal wieder zu aggressivem Verhalten.
An den Bushaltestellen wird gedrängelt und geschubst,
jeder will als erster im Bus sein. Drängelnde Schüler
gefährden sich und andere. Vor allem die jüngeren
Schüler sind diesem Druck oft nicht gewachsen.
Zudem wird während der Fahrt auch die Ausstattung der
Busse beschädigt. Nur selten greifen Mitschüler
oder erwachsene Fahrgäste ein, wenn etwas passiert.
Die Busbegleiter helfen jüngeren und schwächeren
Mitschülern. Sie verstehen sich als Kontakt¬personen
zwischen Schülerschaft und Fahrern der Busse und der
Schule. Durch Vorbildfunktion und behutsames Agieren in konfliktträchtigen
Situationen setzen sie sich dafür ein, dass die Schulwegsicherheit
erhöht wird. Ziel der Aktion soll eine verbesserte Kommunika¬tion
zwischen allen Beteiligten sein.
Die Busbegleiter wurden auf die Situationen an der Halte¬stelle
und im Bus vorbereitet. In Rollenspielen haben die Busbegleiter
gelernt, gefährliche Situationen zu erkennen und zu entschärfen,
Konflikte gewaltlos zu lösen und zwi¬schen Streitenden
zu schlichten. Oberstes Gebot ist aller¬dings der Selbstschutz:
Sollte eine Situation unüberschaubar sein oder zu brenzlig
werden, sollen die Busbegleiter erst gar nicht eingreifen,
sondern um Hilfe bitten. Zudem sollen sie natürlich nie
bei Konflikten zwischen Erwachsenen eingrei¬fen. Als zusätzliche
Sicherheit für die Busbegleiter gilt die Vorgabe, nie
alleine als Busbegleiter aktiv zu werden.
Wenn es die unterschiedlichen Stundenpläne der Busbegleiter
zulassen, sind jeden Tag um 13.05 Uhr an der Haltestelle „Am
Hepel“ vier Busbegleiter im Einsatz.
Umwelterziehung
Dass Umwelterziehung nicht nur etwas mit den großen
Industrien zu tun hat, sondern auch schon im persönlichen
Umfeld beginnen muss, erfahren die Schüler und Schülerinnen
durch die Übertragung von Verantwortlichkeiten für
Schulgelände, Schulgebäude und Klassenräume.
Natürlich wird diese Thematik auch fächerübergreifend
von Klasse 5 bis 10 inhaltlich erarbeitet.
Klassen-/Kursfahrten
Derzeit findet an der Realschule-Hepel eine einwöchige
Klassenfahrt in der Jahrgangsstufe 7 statt. Für die anderen
Jahrgangsstufen gibt es die Möglichkeit verschiedener
Tagesfahrten. Innerhalb dieses Rahmens können Theaterbesuche,
sowie kulturelle sonstige Veranstaltungen durchgeführt
werden.
Sport
Die Realschule Hepel ist als Partnerschule der “Handballakademie
Oberberg” in ein leistungssportliches Konzept eingebunden.
Ziel des sich im Aufbau befindlichen Modells ist die Förderung
und Sichtung von Sporttalenten in mindestens drei Schwerpunktsportarten.
Durch die geplante Bildung einer Sportklasse ab Klassenstufe
5 (Schuljahr 06/07) soll talentierten und sportbegeisterten
Schülerinnen und Schülern der Zugang zum Leistungssport
ermöglicht werden. Mehr Sportunterricht und die enge
Kooperation mit Trainern des Projekts sowie die Berücksichtigung
organisatorischer Belange des Wettkampfsportes sollen sportliche
Fördermöglichkeiten garantieren. Die schulischen
Entwicklungsmöglichkeiten werden durch Hausaufgabenbetreuung
und gegebenenfalls durch Förderunterricht im Rahmen des
Modells gesichert. Die Aufnahme von Schülern des Handballinternates
ergänzt den Aufgabenbereich der Partnerschule.
Der breiten- und freizeitsportliche Aspekt des Schulsports
behält weiterhin seine Bedeutung im Rahmen des Sportunterrichtes.
Die Schülerinnen und Schüler nehmen an Landesmeisterschaften
der Schulen und Turnieren auf örtlicher Ebene in den
Bereichen Volleyball, Handball, Fußball und Tischtennis
teil. Schulinterne Turniere in diesen Sportarten ergänzen
das Angebot. Des weiteren nimmt die Schule seit 4 Jahren erfolgreich
am jährlich stattfindenden “Köln - Schulmarathon”
teil und weist der Ausdauerfähigkeit eine besondere Bedeutung
zu.
Fitnesstests für die gesamte Schule ermöglichen
die Feststellung des “Ist -Standes” und gezielte
Förderung der Schülerinnen und Schüler. Ein
Höhepunkt der Sportaktivitäten ist das alljährliche
Sport-und Spielefest, an dem die Schüler aller Klassen
ihre sportliche Fitness miteinander vergleichen können.
Gesunde Schule/Gesundheitserziehung
Aspekte der Gesundheitserziehung finden sich nicht nur im
Biologieunterricht wieder, auch gehört die Beachtung
der seelischen Gesundheit durch die konsequente Förderung
eines sozialen Umgangs miteinander zu diesem Bereich.
Einen besonderen Stellenwert in diesem Zusammenhang hat die
Suchtvorbeugung, wobei Drogen- und Suchterkrankungen als eine
mögliche Folge von Störungen der Persönlichkeitsentwicklung
in Abhängigkeit vom sozialen Umfeld verstanden werden.
Aber auch das „gesunde Schulfrühstück“,
das zweimal wöchentlich von der SV (Schülerverwaltung)
organisiert wird, ist hier zu nennen.
Mit dem technischen Fortschritt haben Umweltbelastungen stark
zugenommen. Bewegungsmangel und veränderte Ernährungsgewohnheiten
wirken sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit aus. Hier
sorgt die Schule in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt
für Aufklärung, Vorbeugung und Beratung und bietet
schwerpunktmäßig im Biologieunterricht die Möglichkeit,
sich über wichtige Details der Ernährung, Fitness
und Gesunderhaltung zu informieren.
Schulsanitätsdienst
Im Jahre 2002 wurde von der Schülervertretung der Wunsch
geäußert, einen Schulsanitätsdienst an unserer
Schule einzurichten. Nach Beratung in den Mitwirkungsgremien
und Beschluss durch die Schulkonferenz begann die Planung
dieses Projektes. Mit einem Fachkollegen, selbst Erste-Hilfe-Ausbilder
und Rettungssanitäter, war schnell ein Lehrer gefunden,
der sich dieses Projektes annehmen konnte. Es folgten 2 ½
Jahre der Suche nach Schülerinnen und Schülern,
die geeignet und bereit waren, die Ausbildung und Prüfungen
auf sich zu nehmen. Ausbildung und Ausrüstung erfolgten
in Zusammenarbeit mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in
Wiehl.
Am 02. Mai 2005 war es endlich soweit: Mit 14 Schülerinnen
und Schülern konnte der Schulsanitätsdienst seinen
Betrieb aufnehmen. An jedem Schultag sind 2 Schüler von
7.45 Uhr bis 13.05 Uhr in Rufbereitschaft und können
bei Bedarf per Funk alarmiert werden. Ausrüstung und
Krankenliege befinden sich in der Schülerbücherei,
wo im Notfall auch die Behandlung stattfindet.
Der Schulsanitätsdienst bietet den Schülerinnen
und Schülern neben dem Erwerb von fachlichen Kenntnissen
im Bereich der Ersten Hilfe die Möglichkeit, Verantwortungsbereitschaft
für andere zu zeigen und Teamfähigkeit zu erlernen.
Somit wird hier auch ein wenig auf das Berufsleben vorbereitet.
Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler
ab Klasse 8 im Rahmen einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft.
Feste und Feiern
Seit dem Jahr 2000 gibt es die schöne Tradition, dass
die Schüler der Jahrgänge 5/6 ihre Eltern in der
Vorweihnachtszeit zu einem besinnlichen „Dezemberabend“
einladen. Mit Gedichten, Theateraufführungen und musikalischen
Vorführungen stimmen wir uns auf die Weihnachtszeit ein.
Ein kleiner Basar mit den Bastelarbeiten der Schüler
wird zugunsten des Ometepe-Projektes veranstaltet.
Größere Schulfeste werden in Projektwochen vor
den jeweiligen Terminen vorbereitet, so z.B. im September
2000 „Hepels Jahrtausendfest“, das in Zusammenarbeit
mit dem „Verein der Freunde und Förderer der Realschule
Gummersbach-Hepel“ geplant und durchgeführt wurde.
Weitere Aktivitäten: Das Ometepe-Projekt
Seit dem Jahr 1995 besteht zwischen unserer Schulgemeinschaft
und dem Ometepe-Projekt in Nicaragua eine enge Beziehung:
- Lehrerinnen und Lehrer stellen in unterschiedlichen Fächern
das Ometepe-Projekt vor, arbeiten in verschiedenen Themenbereichen
dazu und möchten damit die soziale Kompetenz der Schüler/innen
weiter entwickeln.
- Unsere Schülerinnen und Schüler haben sich
für die Lebenssituation der Menschen in einem der ärmsten
Entwicklungsländer sensibilisieren lassen und die Unterrichtsarbeit
in Gottesdienste, Ausstellungen und Spendenaktionen umgesetzt.
- Die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler
unterstützen das Projekt durch Spenden, ebenso wie
der Förderverein der Schule.
Fortbildung
Im Rahmen der Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung
von Unterricht nehmen die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule
regelmäßig an Fortbildungen teil – denn sich
verändernde Bedingungen in der Schule und neue Formen
des „Lehrens“ und „Lernens“ erfordern
auch neues „Können“.
Schwerpunkt der Fortbildung in den letzten zwei Schuljahren
war das Thema „Methodenkompetenz“. In mehreren
schulinternen Fortbildungsveranstaltungen haben alle Kollegen
sich mit der Thematik des „Lernen lernens“ intensiv
vertraut gemacht.
Mit der Fortschreibung des Medienkonzeptes und den damit
festgeschriebenen Unterrichtsinhalten im Schuljahr 04/05 wurde
eine intensive Fortbildung aller Kolleginnen und Kollegen
notwendig. Denn nur medienkompetente Lehrer können Medienkompetenz
an Schüler weitergeben. Da nicht alle Kollegen an unserer
Schule im Einsatz neuer Medien im Unterricht ausgebildet sind,
wird dies schulintern an regelmäßigen Terminen
im Schuljahr 2005/2006 durch einen geschulten Kollegen aus
dem eigenen Hause nachgeholt.
Zweiter Schwerpunkt der Fortbildung im Schuljahr 05/06 ist
der Themenbereich
„Gewalt und Mobbing“ unter Schülern. Mit
Hilfe qualifizierter Fachreferenten wird zunächst in
das Thema eingeführt und sensibilisiert. Im Anschluss
ist beabsichtigt, ein auf die Bedürfnisse der Schule
orientiertes Programm zu entwickeln mit dem Ziel, das Ausmaß
von erkennbarer Gewalt jedweder Form zu reduzieren. Insbesondere
sollen Maßnahmen erarbeitet werden, die den Schutz derjenigen
Schülerinnen und Schüler gewährleisten, die
unter Mobbingattacken ihrer Mitschüler leiden.
Außerdem nehmen Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule
regelmäßig an regionalen Fortbildungen ihrer Fachdisziplinen
teil.
|